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    Wir danken der  Friedrich und Hildegard Nettelbeck Stiftung für die Förderung der Arbeit der Wuppertaler Kurrende

     
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    Wir danken der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung für die Förderung der Stimmbildungsarbeit in der Wuppertaler Kurrende

   

Artikel Olaf

Ehrung Olaf 2


Ehrung Olaf 1Ehrung Olaf 3

Preise für ehrenamtliches Engagement
(Wuppertaler Rundschau)
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Dank des 1. Vorsitzenden anlässlich seiner Ehrung mit dem „Wuppertaler 2015“.

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

liebe Frau Superintendentin,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

schon Augustinus brachte es auf den Punkt: "In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst". Wenn heute acht Wuppertaler ausgezeichnet werden, dann brennt es hier schon ganz gewaltig, möchte man meinen.

 

Als Wuppertaler allein vermag ich dennoch nicht viel mehr, als Visionär, Impulsgeber und Wegbereiter zu sein. Um Ideen jedoch umzusetzen und in meinem Falle die Früchte der nachhaltigen Arbeit der Wuppertaler Kurrende und der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Bergisch Land für die Öffentlichkeit wahrnehmbar zu machen, Auszeichnungen wie den Stadtmarketingpreis oder den Deutschen Chorwettbewerb, oder das Vertrauen internationaler Schüleraustauschorganisationen zum Eingehen von Kooperationen zu gewinnen, dazu bedarf es eines ehrenamtlichen Engagements und Gestaltungswillens eines starken Teams und eines großen bürgerschaftlichen Engagements vieler Freunde und Förderer, kurzum eines breiten Zuspruchs aus Wirtschaft und Politik, Kirche und Kultur.

Deshalb sehe ich meine heutige Ehrung zugleich als Auszeichnung für das großartige Engagement vieler Sänger, Eltern, Sponsoren, Mitarbeiter und Gremienmitglieder in den von mir vertretenen Vereinen. Ihnen gebührt mein herzlicher Dank!

Heute, da in unserer Gesellschaft ein gravierender Werteverfall diskutiert wird, bis hin zu einem befürchteten Verlust der christlichen und kulturellen Identität, in denen die Pisa-Studie auch im internationalen Vergleich Bildungsdefizite ausweist, und wir feststellen müssen, dass die Singekompetenz in vielen Elternhäusern, Kindergärten und Schulen bereits verloren gegangen ist, wollen wir als Wuppertaler Kurrende mit nachhaltigen, qualifizierten Angeboten zur wert-vollen und sinnvollen Freizeitgestaltung gegensteuern.

Dass in aktuellen Studien gerade der Jungen-förderung eine besondere Bedeutung beigemessen wird, gibt uns hierfür zusätzlichen Rückenwind.

Hieraus wird deutlich, dass es bei Investitionen in die Zukunft unserer Kinder, in die Familienfreundlichkeit und in die Zukunft auch der Musikkultur unserer Stadt um weit mehr noch geht, als um eine bloße Projektförderung. Es geht vielmehr um Nachhaltigkeit, Substanz und eine hierfür notwendige ausreichende Kapitalbildung.

Eine nachhaltige Qualitätssicherung erfordert und verdient eine nachhaltige Förderung.

- Qualität in der Musik und in der musikalischen
   Ausbildung von Kindern und Jugendlichen

- Qualität, mit der die Kurrende einen aktiven Beitrag
   leistet, dieser Stadt und der Kirche in unserer Stadt
   ein unverwechselbares, eigenes Profil zu verleihen

- Qualität, der in unserem Falle gepaart mit Familien-
   freundlichkeit und Ausbildungsinitiative eine immer
   höhere Bedeutung als Standortfaktor und somit eine
   Schlüsselfunktion auch als Wirtschaftsfaktor zukommt

- Qualität, die Wuppertaler Unternehmen als Instrument
   zur Imagepflege nutzen und die wir im Sinne
   einer Vernetzung den Gemeinden und Einrichtungen
   unseres Kirchenkreises allzu gerne noch viel stärker
   als Marketinginstrument zur Bewerbung eigener Angebote anbieten würden

- Qualität, die Musikkultur und ehrenamtliches Engagement
   von Kindern und Jugendlichen fordert und fördert, die nicht
   elitär daherkommt, sondern die vereint und die die Kurrendaner
   gerade in den nächsten Tagen wieder als 'cool' empfinden,
   wenn sie auf ihrer diesjährigen Herbsttournee Ost- deutschland
   und Polen bereisen - kurzum:

          Qualität, die anstiftet

In den über 90 Jahren ihres Bestehens hat sich die Kurrende zu einer Kulturbotschafterin ersten Ranges in unserer Stadt entwickelt. Dennoch ist dieses Erfolgsmodell kein Selbstläufer.

Und damit meine ich weniger die Anmeldezahlen, bei denen die Kurrende mit ihrem überzeugenden Ausbildungskonzept, ihrem erfolgreichen "Sing mit - Kurrende macht Schule" - Projekt, und über Chorklassen-Schulkooperationen, einen konstant hohen Zuspruch erfährt - trotz aller Eingriffe der Schulpolitik (Stichwort Ganztagsangebote, Stichwort G8-Auswirkungen auf die nur noch eingeschränkten Freizeitaktivitäten der Kinder im Nachmittags-bereich).

Ich meine vielmehr die Anstrengungen zur Herstellung einer langfristigen finanziellen Basis.

Regelmäßige Zuschüsse von Seiten der Stadt und auch von Seiten des Kirchenkreises erhält die Kurrende schon lange nicht mehr. Schon heute muss die Kurrende ihren Etat von rd. 280.000 € jedes Jahr aufs Neue ersingen und durch Beiträge und Spenden erwirtschaften.

Und die Verknappung der Kirchensteuermittel geht weiter: Stehen die Stellen des Musikalischen Leiters und die des Campusleiters heute noch auf der 'payroll' des Kirchenkreises, gibt es bereits klare Signale, dass hier mit der Pensionierung unseres Campusleiters tiefgreifende Veränderungen auf die Kurrende zukommen werden. Dies ist keineswegs Zukunftsmusik, sondern die Notwendigkeit einer Umstrukturierung bei gleichzeitig weiterer Professionalisierung unter Einwerbung der hierfür notwendigen Mittel ist längst eine reelle Herausforderung. Sie ist es wert, rechtzeitig angepackt und klar und zielgerichtet verfolgt zu werden, damit sich Wuppertal und der Kirchenkreis darauf freuen können, 2024 den 100.sten Geburtstag der Kurrende mit uns feiern zu dürfen.

Damit Sie mich nicht falsch verstehen. Es geht hier nicht darum, heute Nachmittag mit dem Hut herumzugehen, oder in ein allgemeines Wehklagen um versiegende öffentliche und kirchliche Mittel anzustimmen.

Es geht uns vielmehr darum, frühzeitig im Vorfeld sich abzeichnender Entwicklungen Strategien und Perspektiven zu entwickeln und mit diesen Visionen nicht 'im eigenen Saft zu schmoren', bis der Braten verkohlt, sondern dies gemeinsam mit vielen Wuppertalern zu unternehmen, die dasselbe Interesse verfolgen, nämlich in den Standort, in Kultur, in Qualität und in Bildung zu investieren.

Es geht darum, voneinander zu wissen und miteinander zu gestalten.

Herzlich lade ich Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren und Mit-Wuppertaler, ein, die Kurrende und ihre Stiftung kennenzulernen, mit Ihrem Verein, mit Ihrer Einrichtung, mit Ihrem Unternehmen gemeinsam mit uns Zukunft zu gestalten und mit uns - und natürlich gerne hinter den Kulissen in den Kreisen Ihrer Geschäftspartner auch für uns - 'networking' zu betreiben.

Für diese Verankerung der Kurrende in der Gesellschaft, die Weiterentwicklung von Kurrende als Marke, die Unterstützung und immer weitere Vernetzung bedanke ich mich sehr herzlich, darüber hinaus bei all jenen, die bei der Kurrende und ihrer Stiftung dafür sorgen, die langfristige Basis der Kurrende zu sichern und die bei der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft dafür sorgen, jedes Jahr 4-6 Wuppertaler Schülern über Stipendien ein Highschool-Jahr in den USA zu ermöglichen. Ich bin als "Wuppertaler" sehr dankbar, Sie bei unseren Investitionen in den Standort und in die Zukunft der Kultur und der Kinder in unserer Stadt und unserer Region an meiner Seite zu wissen.

Und ich bedanke mich bei meinem Arbeitgeber, der Stadtsparkasse Wuppertal, und last but not least bei meiner lieben Frau für die wahrlich nicht selbstverständliche Rückendeckung und Unterstützung meiner "Wuppertaler"-Engagements. Herzlichen Dank!

Mit musikalischen Grüßen und freundlicher Empfehlung

Ihr

Olaf Rosier


   

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