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“Eine Sternstunde der Kurrende”

Erschienen am 13. Dezember 2023

Bachs Weihnachtsoratorium in der Presse

Am 2. und 3. Dezember haben die Wuppertaler Kurrende und der NFM Boys Choir aus Wroclaw zusammen mit Concerto Köln Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium aufgeführt. Großen Anklang und viel Resonanz fanden die Aufführungen dabei nicht nur im Publikum, sondern auch bei der Presse.

So schrieb Lilo Ingenlath-Gegic von der Westdeutschen Zeitung über den Auftritt in der Historischen Stadthalle: „Der berühmte kraftvolle Eingangschor der ersten Kantate, „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage!”, strahlt unter der Leitung von Lukas Baumann so lebendig und glockenhell, wie er selten zu hören ist. Vom ersten Takt an verströmen die 100 Sänger fein nuanciert festlich prachtvollen Glanz.“ Durch das Zusammenarbeiten der 65 Sänger aus Wuppertal mit den 35 Knaben aus Wroclaw wurden die Kantaten I-III und VI am Sonntag „zu einem ganz besonderen Musikerlebnis”. Auch Lukas Baumanns Leitung fand Erwähnung, so habe er „den Chor so gut vorbereitet, dass die Sänger fein abgestimmt und beweglich in allen Klangschattierungen die berührende Botschaft der Lieder übermitteln konnten“.

Der Kritiker der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung berichtete, die vier Solisten (Julia Sophie Wagner, Sopran; Marie Henriette Reinhold, Alt; Markus Schäfer, Tenor; Thomas Laske, Bass-Bariton) „bildeten in jeder Hinsicht ein homogenes Ensemble und agierten in ihren Partien mit sensibler Individualität”. Über den Chorgesang heißt es: „Da sprach Freude und Begeisterung aus den Stimmen ohne die geringste Spur einer Zurückhaltung, die von Bach so tief einkomponierte Vorfreude auf das Fest der Geburt Jesu, die frohe Botschaft auch. Hier konnte man sie nachempfinden. Schon zu Beginn hörbar: ein kraftvoll strahlender Klang. (…) Dieser Chor bestach durch blitzsaubere Intonation sowie große Disziplin; da ließen sich alle Melodiestränge, welche sich perfekt in die Gesamtharmonie fügten, lupenrein nachvollziehen. (…) Ohne übertriebenen Präsentationswillen jedoch mit großer Schlichtheit ließ Baumann – einst selbst Kurrendaner – die Choräle singen.”

Voller Elan: Lukas Baumann am Dirigentenpult

Im Magazin O-Ton lobt Kritiker Hartmut Sassenhausen besonders Lukas Baumanns Dirigat: „Dabei lotst Lukas Baumann, musikalischer Leiter der Wuppertaler Kurrende, umsichtig durch die Partitur. Dank seines mitatmenden Dirigats können sich die Choristen und Solisten jederzeit bei hm aufgehoben fühlen und gelassen ihre Partien darbieten.“ Auch Concerto Köln wird laut Hartmut Sassenhausen „seinem exzellenten Ruf […] voll gerecht. Mit einem geschmeidigen musikalischen Fluss bringen die Musiker mit ihren barocken Instrumenten etwa die Sinfonia eingangs der zweiten Kantate nuanciert zu Gehör und begleiten Chöre wie Gesangssolisten sehr sensibel.“

Insgesamt standen über 130 Musiker auf der Bühne

Aller Kritiken stimmen überein, dass insbesondere der Choral Nr. 59 “Ich steh an deiner Krippen hier eine besondere Wirkung erzeugt hat. Besonders unterstreicht Johannes Vesper in den Musenblättern, dass hier „im zarten, verhaltenen Chorklang (…) das Herz (aufging)“. Johannes Vesper komplimentierte auch die Solisten ausgiebig: „Bei der Arie „Schlafe mein Liebster“ musizierte die Soloaltistin mit Oboe d´amore und Solovioline nahezu kammermusikalisch intim, durchsichtig. Besonders beglückend war der seelenvolle da capo Beginn im pp. […] Julie Sophie Wagner (Ensemblemitglied der Leipziger Oper) und Thomas Laske gestalteten ausdrucksvoll und sicher miteinander ihr Duett („Herr dein Mitleid“). Über das „selige Wunder“ sang die Altistin in Begleitung der Solovioline mit kleinem wie feinem Ton.“

Fotos: untoldunseen

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